Völlig unnötiges Remis nach 3:1-Führung

Fußball 05.03.2017

15. Spieltag: Dresdner SC - SV Oberland Spree 3:3 (1:1)

Von Punktgewinn kann man nach dem 3:3 gegen den SV Oberland Spree keinesfalls sprechen. Nach einer 3:1-Führung samt Überzahl gelang dem Gast aus der Oberlausitz in der Nachspielzeit der Ausgleistreffer.

Der DSC findet zunächst ganz gut in die Partie, muss nach zehn Minuten dennoch das 0:1 hinnehmen. Robert Himmel taucht am langen Pfosten plötzlich frei auf und hat keine Mühe, den Ball aus Nahdistanz über die Linie zu schieben. In der Folge passiert wenig Zählbares. Erst in der Schlussphase der ersten Hälft nimmt die Partie wieder Fahrt auf. Nach 36 Minuten wird Olaf Sieradzki im Strafraum zu Boden geschubst und erhält einen Foulelfmeter, zu dem er selbst antritt. Mit etwas Glück erzielt Sieradzki den Ausgleich.

Wenig später ist es Neuzugang Johann Wölk, der von rechts in den Strafraum zieht und quer spielt. Doch sowohl Adrian Herkt als auch Daniel Forgber verpassen das runde Leder aus Nahdistanz. Den Schlussakkord setzen dann die Gäste. Tommy Richter wird an der Strafraumgrenze freigespielt und zieht von dort ab, doch DSC-Keeper Max Ahnert ist dran und vereitelt diese gute Chance mit größtem Einsatz.

Nach der Pause geht es für den Sportclub gleich gut los. Wölk spielt aus zentraler Position auf Sieradzki, der den Ball von links schön hinter die Abwehr quer spielt, wo Forgber von rechts kommend sicher am Oberland-Keeper vorbei zum 2:1 verwandelt. Wölk steckt nur wenig später auf Herkt durch, der den Ball ins lange Toreck schlenzen will und dieses nur knapp verfehlt. Den gleichen Spielzug gibt es im Anschluss gleich nochmal. Diesmal legt Herkt quer auf Forgber, der nur den Innenpfosten trifft, von wo der Ball auf der Torlinie entlang am anderen Pfosten vorbeitrudelt. Doch in der nächsten Aktion fällt endlich doch noch das Tor. Diesmal wird Herkt von Julius Wetzel auf die Reise geschickt und der Abschluss klappt – 3:1. Zusätzlich erhält Oberland-Keeper und Spielertrainer Stefan Richter während des Torjubels wegen einer Unsportlichkeit die gelb-rote Karte und muss den Platz verlassen.

Das Spiel scheint entschieden. Aber nur scheinbar! Der DSC agiert fortan zu zaghaft und wähnt sich ebenso in Sicherheit. So passiert zunächst wenig. Doch eine Viertelstunde vor Schluss ändert sich dies und der SVO kommt zum 2:3-Anschlusstreffer. Nach einer Einwurfsituation unterbinden die 98er eine Flanke nicht aggressiv genug und aus zentraler Position ist es Petr Mecir, der den Fuß hin hält und ins lange Eck trifft.

Spannend werden die Schlussminuten. Es ergeben sich gleich mehrere Konterchancen für den DSC, da die Gäste es noch einmal nach vorn versuchen und sich so in Überzahl für den Sportclub große Räume ergeben. Gleich mehrfach tauchen Herkt, Wölk, Zacher frei vorm Gästetor auf, können aber nicht für die Entscheidung sorgen. Und wie es dann eben so ist: 93. Minute, ein unnötiger Freistoß in der Hälfte des DSC, Oberland Spree ist mit allen 10 Mann vorn, Kopfball, Tor, Ausgleich. Das ist das Szenario der letzten Minute in der Nachspielzeit.

Am Ende ist der eine Punkt natürlich viel zu wenig nach klarer Führung und Platzverweis für den Gäste-Keeper. Der DSC muss sich vorwerfen lassen, in der Folge zu passiv agiert zu haben und das Spiel bei gleich mehreren guten Überzahlsituationen in der Offensive nicht entschieden zu haben. Die 192 Zuschauer gehen daher enttäuscht nach Hause. Für den DSC bleiben zwei Wochen Zeit, um sich auf die nächste Partie vorzubereiten und in Trebendorf eine Reaktion zu zeigen!

Dresdner SC: Ahnert – Nguyen, Niederlein, Käseberg, Schulze – Wölk, Joneleit (73. Deutschmann), Wetzel, Forgber (61. Zacher), Sieradzki (67. Thomas) – Herkt
SV Oberland Spree: S. Richter – Rasin, Brosam, Thomas, Melichar (46. J. Mecir) – P. Mecir, T. Richter, Pozivil, Kubitz – Gärtner, Himmel
Tore: 0:1 Himmel (10. Min), 1:1 Sieradzki (FE/36. Min), 2:1 Forgber (50. Min), 3:1 Herkt (60. Min), 3:2 P. Mecir (75. Min), 3:3 Pozivil (93. Min)
Besondere Vorkommnisse: 60. Min gelb-rote Karte S. Richter [SVO] (wg. Unsportlichkeit)
Zuschauer: 192

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