RehasportInnere Erkrankungen

Rehasport bei inneren Erkrankungen

Die Teilnehmer der Übungseinheiten mit inneren Erkrankungen betätigen sich 60 Minuten 1-2mal die Woche. In der Regel werden 50 - beim Herzsport 90 - beim Lungensport 120 - Übungseinheiten verordnet, die in 18 - beim Herzsport 24 - beim Lungensport 36 - Monaten in Anspruch genommen werden können.

Überblick der Gruppen mit inneren Erkrankungen:

  • Herzsport
  • Gefäßsport
  • Lungensport
  • Diabetessport

Herzsport

Nach Herzinfarkt, bei koronarer Herzerkrankung, Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Kardiomyopathien, Herzklappenfehlern oder auch nach Herzoperationen oder Gefäßoperationen.

Ziel: Die Herzsportstunde umfasst Gymnastik, Koordinationstraining, Bewegungsspiele und Ausdauertraining (Walking/Ergometertraining). Entsprechend der individuellen Belastbarkeit trainieren unsere Teilnehmer in Übungs- oder Trainingsgruppen. Ziel ist eine Verbesserung der Herz-Kreislauffunktion und der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Beim Herzsport ist immer ein Arzt anwesend.

Gefäßsport

Bei der so genannten „Schaufensterkrankheit“ – periphere arterielle Verschlusskrankheit (paVk).

Ziel: Durch ein regelmäßiges, strukturiertes Training ist es möglich, die beschwerdefreie Gehstrecke bedeutend zu verlängern, oftmals ohne sich einem operativem Eingriff unterziehen zu müssen. Wie alle Körperfunktionen ist auch eine verminderte Durchblutung trainierbar. Wenn die Muskulatur häufig wiederkehrender Beanspruchung ausgesetzt wird, passen sich die vorhandenen Blutbahnen dem dabei erhöhten Transportbedarf an.

Ziel ist es außerdem, die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Die Teilnehmer werden höher belastbar und erlernen eine gesundheitsbewusstere Lebensführung.

Lungensport

Bei Atemwegserkrankungen wie Asthma oder bei chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD)

Ziel: Im Vordergrund der Lungensportstunde steht vor allem die Verbesserung der Atem- und Kreislauffunktion. Durch verschiedene Atem- und Dehnungsübungen kommt es zu einer verbesserten Belüftung der Lunge, dadurch werden Gewebswiderstände gesenkt und damit die Atemfunktion verbessert. Der Teilnehmer ist höher belastbar und erlernt eine gesundheitsbewusstere Lebensführung. Gymnastische Übungen, Dehnlagerungen, Ausdauertraining sowie verschiedene Spiel- und Bewegungsformen tragen dazu bei.

 

Diabetessport

Bei Diabetes, der so genannten „Zuckerkrankheit“.

Für Patienten, die schon Insulin spritzen müssen, für Patienten die „nur“ Tabletten nehmen müssen, aber auch für Menschen, die durch die allgemeinen Lebensumstände von Diabetes bedroht sind.

Ziel: Im Vordergrund der Diabetessportstunde stehen Ausdauertraining und Bewegungsspiele. Durch ein sportliches Training können die Zuckerwerte - ähnlich wie durch Insulin – deutlich gesenkt werden. Deshalb sollte man vor und nach dem Sport den Zucker messen, damit man nicht in eine Unterzuckerung gerät. Sinnvoll kann es sein, vor dem Sport die Broteinheiten zu erhöhen oder die Insulinzufuhr zu senken.

Durch ein regelmäßiges sportliches Training kann ein Spritzen von Insulin hinausgezögert oder im günstigsten Fall ganz verhindert werden. Sport gehört in der Diabetesbehandlung neben der Ernährung und Medikamenten zu den drei wichtigen Behandlungssäulen.