Triple für Timo Barthel

Wasserspringen 28.04.2013

Dritter Wettkampf - dritte Goldmedaille: mit seinem Sieg im Turmwettbewerb krönte sich Timo Barthel zum König des Youth Diving Meet.

In unserer Bildergalerie gibt es jetzt auch eine Bilderauswahl.

Es blieb spannend bis zum letzten Durchgang: zunächst führte Igor Myalin mit rund 20 Punkten Vorsprung. Sein Viereinhalb-Salto vorwärts gehockt gelang wie schon im Vorkampf nicht optimal und warf ihn noch auf Rang zwei zurück. Timo behielt als letzter Starter die Nerven und brachte seinen letzten Sprung sicher ins Wasser. Entsprechend groß war der Jubel in der Halle. So erklang zum Abschluss des Youth Diving Meet noch einmal zur Siegerehrung die Deutsche Nationalhymne. Dominik Stein auf Rang drei komplettierte das gute Abschneiden der Deutschen.




Zuvor gingen die Siege in der  3m-Konkurrenz der weiblichen Jugend A und vom 1m-Brett der B-Jungen nach Weißrussland.


Friederike Freyer und Talissa Lilli Lemke kamen auf den Rängen 6 und 7 ein. Bei  den Jungen lag Duo-Long Nguyenbis zur Vorschlussrunde auf Rang drei, musste aber nach einem verpatzten letzten Sprung mit Platz fünf vorlieb nehmen.


Medaillenspiegel -  Endstand


Land Gold Silber Bronze Summe
Deutschland 6 2 2 10
Russland 3 4   7
Großbritannien 1 3 4 8
Australien 1 1 1 3
Weißrussland   2 1 3
Kanada   1 3 4
Armenien   1   1
Italien   1   1
Frankreich     1 1
Norwegen     1 1


Herzlichen Dank an alle Sponsoren und fleißigen Helfer, die die erfolgreiche Durchführung des Youth Diving Meet in Dresden ermöglicht haben!



Hier noch die Wettkampfberichte der vorangegangenen Tage:


3. Tag (Samstag) -Lolo wiederholt Vorjahressieg

Im Vorjahr gewann Louisa Stawczynski in der B-Jugend vom Einmeterbrett, diesmal gelang dieser Sieg in ihrem ersten A-Jugendjahr. Sie setzte sich mit 403.95 Punkten vor der Kanadierin Melissa Citrini-Beaulieu (396.90 Punkte) und der Weißrussin Alena Khamulkina (388.60 Punkte) durch.


Die zweite DSC-Starterin Josefin Schneider wurde Neunte.


Der Turmwettbewerb der männlichen B-Jugend fand ohne deutsche Beteiligung statt. Joe Eric Brenner aus Rostock hatte sich zwar für das Youth Diving Meet qualifiziert, musste aber wegen Kniebeschwerden absagen.



Die beste Leistung des Wettkampfes


In der Synchron-Entscheidung der jungen Männer belegte das deutsche Due Frithjof Seidel  (Berlin) und Phillip Kirchhoff (Leipzig) Rang vier.





Der Medaillienspiegel sieht nach dem dritten Tag wie folgt aus:


Land Gold Silber Bronze Summe
 
Deutschland 5 2 1 8
 
Russland 3 3   6
 
Großbritannien 1 2 4 7
 
Australien 1 1 1 3
 
Kanada   1 1 2
 
Armenien   1   1
 
Frankreich     1 1
 
Weißrussland     1 1
 
Norwegen     1 1
 




Am letzten Wettkampftag fallen die Entscheidungen vom 1m-Brett der männlichen Jugend B, 3m-Brett der weiblichen A-Jugend sowie vom Turm der jungen Männer (A).


Die deutschen Mädels zeigten einen sehr guten Vorkampf, den Talisa Lilli Lemke (Berlin) für sich entscheiden konnte. Auf Rang fünf, sechs und sieben kamen Friederike Freyer (Leipzig), sowie die beiden DSC-Mädels Josefin Schneider und Tina Leuchte mit nur 6 Punkten Unterschied ein. BItter für die Dresdnerinnen: trotz der guten Platzierung reichte es nicht für das Finale, in dem nur zwei deutsche Sportlerinnen startberechtigt sind. Friederike zog erst im letzten Durchgang (auch) auf Grund des höheren Schwierigkeitgrades an Josefin vorbei, die in der Vorschlussrunde noch auf Platz drei gelegen hatte.


Vom Einmeterbrett geht Duo-Long Ngyen als Vorkampfzweiter aussichtsreich ins Finale. Patrick Kreisel (beide Berlin) ist mit Vorkampf-Ranf 9 als zweiter Deutscher im Finale vertreten. Dem Dresdner Max Stieberitz fehlte damit als Elfter vier Punkte für das Finale.


In der Turmentscheidung der Jugend A hat Timo Barthel gute Chancen auf seine dritte Medaille. Favorit ist hier aber der Russe  Igor Myalin, der den Viereinhalb-Salto vorwärts im Programm hat.



2. Tag (Freitag)  - Timo legt noch einmal nach

Auch am zweiten Tag des Internationalen Youth Diving Meet sicherte sich Timo Barthel vom DSC in überlegener Manier die Goldmedaille - diesmal vom Einmeterbrett.


Er siegte mit 553.95 Punkte vor Ilia Kuzmin (RUS,  518.35 Punkte) und Joshua Dowd (GBR, 488.85 Punkte). Der zweite DSC-Starter Benjamin Pötzschke wurde im Vorkampf Zehnter. Die Platzierung reichte leider nicht für das Finale der besten zwölf zu dem nur zwei Starter je Nation zugelassen sind.Neben Timo lag auch Phillip Kirchhoff (SC DHfK Leipzig) als 8. im Vorkampf vor Benjamin, der dem hohen Schwierigkeitsgrad Tribut zahlen musste. Phillip wurde am Ende Zwölfter.


Bei den Jungen der B-Jugend lag der Dresdner Max Stieberitz lange auf Finalkurs. Leider misslang ihm im Vorkampf der letzte Sprung, so dass er vom zwischenzeitlichen fünften Rang auf Grund des engen Feldes noch nach hinten gereicht wurde. Die deutschen Farben wurde im Finale von Duo-Long Nguyen und Patrick Kreisel vertreten, die auf den Rängen 11 und 12 einkamen. Die Medaillen gingen an Nikita Shleikher (RUS), Matthew Lee (GBR) und Gwendal Bisch (FRA).


In der Turmentscheidung der weiblichen Jugend B ging der Sieg an Yulia Timoshinina (RUS) vor Georgia Sheehan (AUS) und Lois Toulson (GBR). Felicitas Richter aus Halle wurde 6., Lene Krüger aus Rostock belegte Rang 9.


Spannend und laut wurde es noch einmal im letzten Finale des Tages. Im Synchronwettbewerb der Mädchen vom Dreimeterbrett gingen gleich zwei deutsche Teams an den Start: die Schwestern Elena und Christina Wasser (Aachen/Berlin) sowie Tina Punzel (DSC) mit ihrer neuen Partnerin Friederike Freyer (Leipzig) an den Start. Wegen des langwierigen Ausfalls der Berliner Nora Subschinski sucht Sportdirektor Lutz Buschkow jetzt eine neue Partnerin für Punzel und wollte in Dresden sehen, wie sich das neu formierte Duo schlägt. Am Ende hatten die Geschwister Wassen die Nase vorn, da dem neuen Duo ihr schwierigster Sprung - der Dreieinhalbsalto vorwärts gehechtet - misslang. Platz drei belegten die Kanadierinnen Courtney Hattie und Emily Schmidt.


1. Tag (Donnerstag) - Super Start beim YDM


Zum Auftakt des 3. Internationalen Youth Diving Meeting in der Dresdner Springerhalle am Freiberger Platz haben es die deutschen Nachwuchswasserspringer gleich so richtig krachen lassen. Bei den ersten beiden Wettkämpfen fischten sie gleich 4 Medaillen aus dem Becken. Der Dresdner Timo Barthel gewann Gold in der A-Jugend vom Dreimeterbrett mit starken 618,85 Punkten in persönlicher Bestleistung.


Damit ließ er die Konkurrenz mit über 40 Punkten hinter sich. Der Glanzpunkt war dabei sein Dreieinhalb-Auerbachsalto der Schwierigkeit 3,5, den er mit Noten von 8,5 und 9 ins Wasser brachte. Ingesamt erhielt er dafür 92,75 Punkte - ebenfalls persönlicher Rekord für einen Sprung. Silber ging an Frederick Woodward aus Großbrittannien vor Cao Tri Le Nguyen aus Berlin.




Unter den Augen von Dresdens Sportbürgermeister Wilfried Lehmann, DSV-Sportdirektor und Nationalmannschafttrainer Lutz Buschkow sowie Jugendbundestrainer Frank Taubert fuhren die Mädchen der B-Jugend vom Einmeterbrett einen Doppelsieg ein: Lene Krüger aus Rostock stand ganz oben auf dem Podest, flankiert von der Neu-Berlinerin Christina Wassen und Caeli McKay aus Kanada.


Im Turmwettbewerb der weiblichen A-Jugend belegten Dresdnerinnen Kristin Syrbe und Helen Trumpf die Plätze 5 und 9. Die Medaillien gingen an Emily Meaney (AUS), Ekaterina Petukhova (RUS) und Bethany Watts (GBR).


Nach dem im vergangenen Jahr bereits für jeden gelungenen Sprung mit einer Benotung von mind. 8 Punkten im Durchschnitt jeweils 100 € für die Opfer von Fukushima gespendet wurden, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine solche Spendenaktion. Das Geld geht diesmal an den spanischen Wasserspringer Ferran Esteban. Im letzten Jahr war er Teilnehmer des Youth Diving Meeting in Dresden. Nach einem Trainingsunfall ist er nun querschnittsgelähmt.


Fotos: Sportfotos-berlin.com, Finja Helling


Claudia Helling

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