Nach Charlotte in 2017 und Sawa in 2023 ist Lena erst die dritte Allgemeinturnerin, die sich für den Deutschlandpokal qualifiziert hat. Lena hatte sich zur Landesmeisterschaft souverän, mit fast einem Punkt Vorsprung, gegen ihre Konkurrentinnen aus Chemnitz und Markleeberg durchgesetzt und somit ihr Ticket für die höchst mögliche Meisterschaft im Allgemeinen Turnen gesichert.
Am Boden ging es gefühlt ein wenig lustlos (vielleicht der Aufregung geschuldet?) los, dafür lief es an den anderen Geräten um so besser. Am Balken klappte die erste Verbindung (Brücke rückwärts - Flickflack) leider nicht, aber Lena hatte noch eine zweite Verbindung (Flickflack - freie Rolle) in petto und erhielt somit alle Anforderungen anerkannt.
Bis zur letzten Sekunde hieß es zittern, ob sich ihre sächsische Turnkollegin nicht doch noch an ihr vorbeischiebt. Dafür hätte sie, als letzte Turnerin des Wettkampfs, 13,7 Punkte am Balken turnen müssen. Das Glück blieb bei Lena, die mit der höchsten Balkenwertung (unfassbare 14,0 Punkte - also 1,2 Punkte mehr als die zweitbeste am Balken) und insgesamt 0,85 Punkten Vorsprung ihre erste Mehrkampf-Goldmedaille mit nach Hause nehmen darf. Letztes Jahr hat sie bereits mit der sächsichen Mannschaft eine Goldmedaille beim Bundespokal gewonnen.
Lena hat sich ihren Erfolg in den 5 Jahren beim DSC erarbeitet, ohne jemals beim Leistungsturnen trainiert zu haben. Bei etliche ihrer Konkurrentinnen lief das anders und diese haben zuvor wesentlich mehr Training erhalten. Lena trainiert im Durchschnitt 10 Stunden/Woche und fährt dafür 4 mal in die 25km entfernte Turnhalle und wieder zurück.
Herzlichen Glückwunsch auch an Lea (TV Markleeberg) für den 4. Platz und Heidi (TUS Chemnitz-Altendorf) für den 10. Platz (von insgesamt 29 Turnerinnen).