Fünf Schwimm-Talente auf Sprung in Nationalmannschaften

Der DSC stellt einmal mehr seine Klasse unter Beweis: Gleich fünf Schwimm-Athletinnen und Athleten wurden für internationale Nationalmannschaftseinsätze nominiert. Hinter diesen Erfolgen stehen beeindruckende Leistungen, persönliche Comebacks und gleich mehrere Premieren.

Maya Tobehn krönt ihr Comeback mit EM-Ticket

Die 24-jährige Maya Tobehn hat sich nach einer schwierigen Phase eindrucksvoll zurückgemeldet. Unter Trainer Martin Dautz qualifizierte sie sich für die Europameisterschaften im August in Paris – ein Erfolg, der kaum hoch genug einzuschätzen ist.

Bei den Deutschen Meisterschaften glänzte Tobehn mit Gold in der 4x100-Meter-Freistilstaffel sowie Silber und Bronze über 50 und 100 Meter Schmetterling. Für die EM wird sie allerdings über 200 Meter Freistil an den Start gehen – eine Strecke, auf der sie bei den nationalen Titelkämpfen den vierten Platz belegte.

Ihr Weg zurück an die Spitze ist dabei fast schon filmreif: Nach einem Burnout kämpfte sie sich Schritt für Schritt wieder in die nationale Spitze zurück.

Nachwuchstalente greifen international an

Mit Leni von Bonin und Arian Wüstenhagen wurden gleich zwei 19-Jährige für die U21-Nationalmannschaft nominiert. Beide werden Anfang Juli beim stark besetzten „Eindhoven Qualification Meet“ in den Niederlanden antreten – einem bedeutenden internationalen Wettkampf mit EM-Qualifikationscharakter.

Leni von Bonin, trainiert von Frank Embacher, überzeugte bei den Deutschen Meisterschaften mit Bronze über 200 Meter Schmetterling sowie zwei vierten Plätzen über 200 und 400 Meter Lagen.

Für Brustspezialist Arian Wüstenhagen ist die Nominierung eine Premiere. Und er kommt mit beeindruckenden Zahlen: Seine Zeit von 27,79 Sekunden über 50 Meter Brust war schneller als jene von Olympiateilnehmer Jens Kruppa. Noch bemerkenswerter ist der Vergleich über 100 Meter Brust: Mit 1:01,19 Minuten schwamm Wüstenhagen exakt die gleiche Zeit wie Kruppa im Olympia-Halbfinale 2004 – damals ein deutscher Rekord.

Erste Nominierungen für die nächste Generation

Auch die jüngeren DSC-Talente zeigen, dass die Zukunft vielversprechend ist. Der 16-jährige Raphael Zesewitz wurde erstmals für eine Nationalmannschaft nominiert und wird bei der Junioren-Europameisterschaft im Freiwasserschwimmen in Ungarn starten. Zuvor hatte er bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Silber über 1500 Meter und Bronze über 800 Meter Freistil gewonnen. Seine Entwicklung zeigt klar in Richtung internationale Spitze.

Noch jünger ist Hannah Victoria Bürger: Mit gerade einmal 14 Jahren schaffte sie den Sprung zum „Central European Countries Junior Meeting“ (CECJM) in Slowenien. Die Deutsche Meisterin mit der 4x100 Meter Freistilstaffel glänzt auch bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften: Gold über 200 Meter Rücken sowie Silbermedaillen über 50 und 100 Meter Rücken und über 50 Meter Schmetterling.

Besonders hervorzuheben: Die Qualifikation für das CECJM gilt als außergewöhnlich schwierig. Anders als bei vielen anderen Wettbewerben darf pro Schwimmart nur ein einziger Athlet nominiert werden – nicht pro Strecke. Bürger setzte sich also in ihrer Disziplin klar gegen die gesamte nationale Konkurrenz durch.

Ein Abschied mit besonderer Note

Für Trainer Peter Bräunlich ist die Nominierung seiner Athletin Hannah Victoria Bürger ein ganz besonderer Moment. Nach einer langen Karriere wird er im Sommer in den Ruhestand gehen – und verabschiedet sich mit einem außergewöhnlichen Erfolg auf internationaler Bühne.

Bild 1: Leni Von Bonin
Bild 2: Maya Tobehn
Bild 3: Arian Wüstenhagen
Bild 4: Raphael Zesewitz
Bild 5: Hannah Viktoria Bürger
Bild 1: Leni Von Bonin
Bild 2: Maya Tobehn
Bild 3: Arian Wüstenhagen
Bild 4: Raphael Zesewitz
Bild 5: Hannah Viktoria Bürger