Mit vier Medaillen, einem Deutschen U20-Rekord und zahlreichen persönlichen Bestleistungen kehrte der Dresdner SC von den Deutschen Meisterschaften der U16 und U20 aus Bochum zurück. An drei Wettkampftagen präsentierten sich die 25 DSC-Athletinnen und Athleten in hervorragender Form und sorgten mit starken Leistungen für ein äußerst erfolgreiches Meisterschaftswochenende.
Marc Leonard Hildebrand schreibt Geschichte
Für das sportliche Highlight sorgte Marc Leonard Hildebrand über 110 Meter Hürden der U20. Der DSC-Hürdensprinter steigerte sich von Runde zu Runde: Bereits im Vorlauf stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf, im Halbfinale folgte die nächste Steigerung – verbunden mit einem neuen Deutschen U20-Rekord. Doch damit nicht genug: Im Finale lief Marc erneut schneller und krönte sich mit einer weiteren persönlichen Bestleistung zum Deutschen Meister, verbesserte seinen eigenen U20-Rekord und sicherte sich gleichzeitig das Ticket für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene. Ein Wettkampf, wie man ihn nur selten erlebt.
Gold und Silber für Bastian Arnold, Bronze für Amelie Tschirch
Auch die Langhürdenläufer sorgten für reichlich Grund zum Jubeln. Bastian Arnold bestätigte seine Favoritenrolle eindrucksvoll. Bereits über 100 Meter sprintete der U16-Athlet zu einer starken Silbermedaille. Einen Tag später ließ er über seine Spezialstrecke, die 300 Meter Hürden, den Deutschen Meistertitel folgen. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung gewann er souverän Gold und krönte damit ein überragendes Meisterschaftswochenende.
Auch Amelie Tschirch überzeugte über 300 Meter Hürden. Nachdem sie sich am Samstag souverän für das Finale qualifiziert hatte, steigerte sie sich dort noch einmal deutlich und belohnte sich mit persönlicher Bestleistung und der Bronzemedaille.
Weniger Glück hatte Sebastian Schuch, der sich ebenfalls für das Finale über 400 Meter Hürden qualifiziert hatte, dieses jedoch verletzungsbedingt nicht beenden konnte. Der Dresdner SC wünscht ihm eine schnelle und vollständige Genesung.
Starke Hindernisläufer und beeindruckende Doppelstarts
Mit gleich sechs Athletinnen und Athleten stellte der DSC ein großes Aufgebot über die Hindernisstrecken.
Lennox Gyulai zeigte in seinem ersten U20-Jahr starke Leistungen. Über 3.000 Meter Hindernis belegte er einen hervorragenden fünften Platz. Weniger als zwölf Stunden später stand bereits das Halbfinale über 800 Meter auf dem Programm, für das er sich souverän für das Finale qualifizierte. Dort lief er in einem hochklassigen Rennen auf Rang sechs. Nach drei anspruchsvollen Rennen innerhalb eines Wochenendes waren die Beine verständlicherweise etwas schwer.
Auch die weiteren Hindernisläufer überzeugten. Janno Riedel erreichte über 3.000 Meter Hindernis Platz 11 und stellte sich tags darauf zusätzlich der Konkurrenz über 3.000 Meter flach, wo er Rang 19 belegte. Matteo Bianchin lief mit persönlicher Bestleistung auf Platz 17, Elias Morgenstern wurde 18., Marius Lampert belegte Rang 24.
Zum Pechvogel des Wochenendes wurde August Wild. Am letzten Hindernis seines Rennens stürzte er schwer und musste mit einer Gehirnerschütterung zur Beobachtung über Nacht im Krankenhaus bleiben. An den Wettkampf selbst kann er sich nicht mehr erinnern. Glücklicherweise geht es ihm inzwischen wieder besser und er konnte am Sonntag – wenn auch mit schmerzhaften Prellungen – die Heimreise antreten. Sein geplanter Start über 3.000 Meter musste selbstverständlich entfallen.
Für eine schöne Überraschung sorgte Lilly Philipp. Obwohl sie im langsameren der beiden Zeitläufe über 3.000 Meter Hindernis gesetzt war und weite Strecken des Rennens allein absolvieren musste, lief sie mit persönlicher Bestleistung auf einen hervorragenden achten Gesamtrang.
Top-Leistungen auf den Mittel- und Langstrecken
Auch auf den weiteren Laufstrecken gab es starke Ergebnisse. Ida Sommer qualifizierte sich souverän für das Halbfinale über 1.500 Meter und belegte dort in persönlicher Bestleistung Rang elf. Für sie beginnt nun ein spannender neuer Lebensabschnitt: Ende August startet sie zu einem Auslandsaufenthalt nach Togo.
Lukas Henke überzeugte in der U16 über 3.000 Meter. Mit einem beherzten Rennen verpasste er zwar das Podium und belegte einen vierten Platz, war jedoch mehr als zufrieden nach dem Wettkampf.
Finale für die Staffel und starke Platzierungen in den technischen Disziplinen
Die U16-Staffel mit Amelie Tschirch, Charlotte Kasielke, Eewi Fröbel und Khiara Dipita Toube sorgte ebenfalls für ein Ausrufezeichen. Mit neuer persönlicher Bestzeit erreichte das Quartett Platz neun unter insgesamt 49 Staffeln. Die Trainer zeigten sich mit dem Auftritt sehr zufrieden.
Über 100 Meter Hürden der U20 hatte Amalia Pannach nach starken Vor- und Halbfinalläufen berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille. Im Finale wurde sie jedoch durch einen Sturz ausgebremst und konnte ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen.
Für eine weitere Überraschung sorgte Khiara Dipita Toube. Sie qualifizierte sich für das A-Finale über die Kurzhürden und belegte dort einen hervorragenden sechsten Platz.
Ebenfalls Rang sechs erreichte Theo Hellwig im Hochsprung. Charlotte Stantke belegte im Dreisprung einen starken siebten Platz.









