Zahlreiche Flüchtlings-Teams bei 4. "kick racism"

Fußball 23.07.2015

Antirassistisches Fußballturnier am Wochenende im Ostragehege

Bereits zum vierten Mal organisiert die Fußball-Abteilung des Dresdner SC gemeinsam mit dem Ausländerrat der Stadt Dresden das Fußball-Turnier „kick racism“. Am Samstag treffen sich auf den Kunstrasenplätzen im Ostragehege ab 9.30 Uhr Jugendspieler, Fangruppen aus dem gesamten Bundesgebiet, Flüchtlingsteams und Freizeitkicker zu einem antirassistischen Fußballturnier in Erinnerung an Marwa el-Sherbini.

„Uns ist wichtig, Menschen zusammenzubringen. Wo geht das besser als beim Sport“, sagt Organisator Benjamin Kümmig von der DSC-Fußballabteilung.

Besonders freuen sich die Organisatoren über die zahlreiche Teilnahme von Flüchtlingsteams. So reist zum Beispiel eine Mannschaft aus der Asylunterkunft in Bautzen an. Ein weiteres Team von Asylsuchenden aus Eritrea tritt als „SC Yala Nemschi“ an. Der Teamname kommt aus dem Arabischen und bedeutet so viel wie „Los geht’s“. Die Jungs treffen sich regelmäßig um Umfeld der sozialen Jugendeinrichtung „SPIKE“ im Dresdner Stadtteil Leubnitz-Neuostra  – und das nicht nur zum Kicken, sondern auch zum Erlernen der deutschen Sprache.

„Wir wollen, dass sich die Teams mit der Idee des Turniers auseinandersetzen, deshalb schickt uns jede Mannschaft einen selbst formulierten Text zum Thema Integration und Asyl. Daraus gestalten wir ein Programmheft“, erklärt Kümmig.

Die Schirmherrschaft des Freizeit-Turniers hat in diesem Jahr die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, übernommen. „Bei uns sind Flüchtlinge herzlich willkommen! Dass das nicht ungesehen bleibt und nun Frau Köpping die Schirmherrschaft übernimmt, stellt für uns eine Bestätigung unserer Arbeit dar“ sagt Kümmig.

Erst vor kurzem ist die DSC-Fußballabteilung vom Sächsischen Innenministerium und dem Sächsischen Fußballverband für das Engagement rund um „kick racism“ mit 500 Euro geehrt worden. Die Stiftung Egidius Braun des Deutschen Fußball-Bundes, die Nationalmannschaft sowie die Bundesregierung haben unter dem Motto „1:0 für ein Willkommen“  600.000 Euro zur Verfügung gestellt, um bundesweit Vereine auszuzeichnen, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren.

Im Integrationsbericht der Landeshauptstadt Dresden wird „kick racism“ mittlerweile als Beispiel für gelebte Verständigung angeführt.

Die Einnahmen des Turniers werden regelmäßig gespendet, im vergangenen Jahr gingen 500 Euro an eine Dresdner Initiative, die Deutschkurse für Flüchtlinge organisiert. („Deutschkurse Asyl Migration Flucht“, kurz DAMF)

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung:

Benjamin Kümmig, Organisationsteam, Tel.: 0160 9377 5173

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