Von Dresden nach Tokio?

Erstellt von sh Leichtathletik 07.05.2021

Zwei Dresdner Olympiahoffnungen und fast 300 Starter beim DSC-Jugendmeeting am Samstag

 

Mit der 30. Ausgabe des DSC-Jugendmeetings startet am Samstag die Freiluftsaison für Dresdens Leichtathleten. Für zwei Dresdner Olympiahoffnungen ist es zugleich der Startschuss in die kurze Qualifikationsphase für die Sommerspiele in Tokio.

Karl gegen starke deutsche Konkurrenz am Samstag

Unser Hindernisläufer Karl Bebendorf geht am Samstag um 18.10 Uhr über die etwas kürzeren 2000m Hindernis an den Start und will sich bereits in den darauffolgenden Wochen bis Anfang Juni sein Olympiaticket sichern. „Die kürzere Distanz in Dresden soll für mich eine Standortbestimmung werden, wie das Training der vergangenen Wochen angeschlagen hat. Danach will ich beim Meeting in Dessau und bei der Team-Europameisterschaft ordentlich Punkte für die Weltrangliste sammeln. Ich hoffe, dass das Ticket für Tokio dann nach den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Stein gemeißelt ist“, sagt der Deutsche Hindernismeister.

Nach den neuen Qualifikationskriterien des Internationalen Leichtathletik-Verbandes kann sich Karl sein Olympiaticket auf zwei Wegen sichern: „Entweder ich knacke direkt die geforderte Norm von 8:22 min. über die 3000m Hindernis oder ich schaffe es in der Weltrangliste unter die besten 45. Momentan stehe ich auf Rang 44“, erklärt der 24-Jährige, der für die Rangliste bereits mit seinem deutschen Meistertitel und seiner WM-Teilnahme 2019 Punkte für Olympia sammeln konnte. In Dresden trifft er unter anderem auf Martin Grau (Top Team Thüringen), Konstantin Wedel (Regensburg) und Niklas Buchholz (LSC Höchstadt) und damit immerhin auf starke nationale Konkurrenz.

Jonas Wagner erhöht sein Wettkampfpensum

Ausgerichtet auf Olympia ist auch die Freiluftsaison unseres Hochspringer Jonas Wagner. Nachdem er sich im Winter mit dem Deutschen Hallenmeistertitel und einer neuen Bestleistung von 2,28m selbst überrascht hatte, geht der Blick nun Richtung Tokio. „Die Norm von 2,33m ist ein harter Brocken, aber ich habe im Winter gezeigt, dass ich mich enorm steigern kann. Es ist daher nicht unmöglich“, sagt der Physikstudent, der in Dresden am Samstag ab 15 Uhr in seinem Heimstadion springen wird. „Hier geht es erst einmal nur darum, Fahrt aufzunehmen, danach werde ich jedes Wochenende einen Wettkampf bestreiten.“ Sein Trainer Jörg Elbe erklärt, warum beide demnächst deutlich mehr Wettkämpfe in Angriff nehmen als üblich: „Wir versuchen alles, um eventuell über die Punkte-Rangliste auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Derzeit steht Jonas auf Rang 76 – nur 32 fliegen am Ende nach Tokio. Aber Jonas ist ein Athlet, der für dieses Ziel absolut brennt“, sagt Jörg.

Topathleten wie Max Heß, Robert Hering oder Lukas Jakubczyk starten in Dresden

Insgesamt gehen am Samstag 278 Athleten aus 77 Vereinen im Steyer-Stadion an den Start. Das Hauptprogramm beginnt um 13.30 Uhr. Zugelassen sind aufgrund der Coronaschutz-Bestimmungen nur Bundes- und Landeskader. Gemeldet hat auch der Dreisprung-Europameister von 2016, Max Heß (LAC Erdgas Chemnitz). Über die 100m misst sich Dresdens schnellster Sprinter Simon Wulff unter anderem mit deutschen Topathleten wie Robert Hering (TV Wattenscheid) und Lucas Jakubczyk (SSC Berlin). Zuschauer sind nicht erlaubt.

„Es stand lange auf der Kippe, ob das Meeting stattfinden kann. Wir verdanken es einem enorm engagierten Team, dass wir die 30. Auflage des DSC-Jugendmeetings stemmen und mit unserem Hygienekonzept beim Gesundheitsamt alle Bedingungen erfüllen können. Wir freuen uns auf ein sehr gutes Starterfeld mit zahlreichen deutschen Jugendmeistern und trotz der vielen Einschränkungen bezüglich Übernachtung und Verpflegung auch auf viele Topathleten im Erwachsenenbereich“, sagt Michael Gröscho.

Alle Meldungen zum Jugendmeeting können hier eingesehen werden.

Zeitplan und weitere Infos

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