Sensations-Gold bei der WM

Wasserspringen 21.07.2013

Die Wasserspringer Patrick Hausding (Berlin) und Sascha Klein (Dresden) haben in Barcelona sensationell WM-Gold gewonnen.

Die sechsmaligen Europameister sicherten sich als erste deutsche Athleten überhaupt den Titel im Turm-Synchronspringen mit 461,46 Punkten.

Kopfüber ins Glück: Das Synchron-Duo Patrick Hausding/Sascha Klein ist in Barcelona sensationell zu einem historischen WM-Gold gesprungen. Die sechsmaligen Europameister gewannen als erste deutsche Athleten überhaupt das Turm-Synchronspringen mit 461,46 Punkten. Rang zwei ging an die Russen Wiktor Minibajew/Artem Schesakow (445,95) vor den enttäuschenden Olympiasiegern Cao Yuan/Zhang Yanquan aus China (445,56).

"Wahnsinn, ich bin Weltmeister. Jetzt ist erstmal alles egal", sagte ein überglücklicher Hausding. Die Olympia-Siebten, die die seit 2007 andauernde chinesische Siegesserie in dieser Disziplin brechen konnten, bescherten dem deutschen Wasserspringer-Team zudem die erste Medaille der diesjährigen Titelkämpfe auf Barcelonas Hausberg Montjuic. Bei Olympia in London waren Hausding und Co. noch komplett leer ausgegangen.

Hausding/Klein profitieren bei ihrem Sensations-Coup von den vielen Patzern der Konkurrenten im vierten Durchgang, in dem sich die Olympia-Zweiten von 2008 vom vierten Platz an die Spitze vorschoben. Der WM-Titel ist auch deshalb ein Riesenerfolg, weil ihre Vorbereitung alles andere als optimal verlief.

Wegen Kleins Verletzungspech konnten beide kaum gemeinsam trainieren oder Wettkämpfe bestreiten. Zuerst machte Klein eine Ellbogenverletzung zu schaffen, danach zwang ihn eine Gehörgangsentzündung zur Pause, und immer wieder zwickte der Rücken. Kurz vor dem WM-Start plagten den WM-Dritten im Einzel auch noch Trizeps-Probleme.

"Ich konnte erst am Samstag ohne Probleme vom Turm eintauchen", sagte Klein. Ihre komplette Wettkampfserie konnten sie erstmals am Sonntag durchspringen. "Das ist für eine WM ziemlich mickrig", meinte Hausding. Ihren schwierigsten Sprung, den Viereinhalbfach-Salto vorwärts, hatten die Olympia-Zweiten von 2008 aufgrund der fehlenden Vorbereitungszeit aus ihrem Programm gestrichen und mehr Wert auf eine saubere Ausführung gelegt.

 

Quelle: SID

 

 

 

Regelrecht peinlich erscheint da, dass im deutschen Fernsehen keinerlei Übertragung der Finales erfolgte, obwogl die deutschen Vize-Weltmeister von 2011 mit ihrem zweiten Platz im Vorkampf Medaillenhoffnungen weckten. Eurosport bringt zumindest morgen um 9 Uhr die Aufzeichnung.

 

 

 

 

 

 


 

 

Wasserspringerin Tina Punzel (Dresden) hat bei der WM in Barcelona ihr Hauptziel Finalteilnahme erreicht. Die 17-Jährige qualifizierte sich vom 1-m-Brett mit fünf durchweg sauberen Sprüngen als Vorkampfsiebte (260,60 Punkte) für das Finale der zwölf besten Athletinnen am Dienstag (14.00 Uhr). Den Vorkampf in der nichtolympischen Disziplin gewann die Chinesin Zi He (287,70).

 

"Ich bin ziemlich zufrieden, es hat alles gepasst. Im Finale ist ein einstelliger Platz das Ziel, das ist auch realistisch", sagte die Überraschungs-Europameisterin vom 3-m-Brett.

Ihr Vorkampf-Aus im 3-m-Synchronspringen mit Partnerin Kieu Duong (Berlin) am Tag zuvor hatte Punzel gut verdaut: "Ich habe mich besser gefühlt als gestern."

Durch den Finaleinzug hat Punzel wohl auch ihr Trauma vom WM-Debüt in Shanghai vor zwei Jahren endgültig bewältigt. Damals war sie mit dem Fuß vom Brett ausgerutscht und mit dem Rücken aufs Wasser geschlagen. Nach diesem Missgeschick und dem 33. Platz in der Qualifikation war die damals 15-Jährige den Tränen nahe gewesen.

"Es ist zwar lange her, aber der Gedanke daran war immer noch ein bisschen im Kopf, gerade vor meinem Auerbachsprung", sagte die sechsmalige deutsche Meisterin: "Da habe ich mir aber gesagt: Okay, jetzt machst du es anders!"

Quelle: SID

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