Martin Wolfram im Weltcupfinale

Wasserspringen 27.02.2012

 

Senkrechtstarter Martin Wolfram konnte sich zwar gegenüber seiner hervorragenden Leistung im Vorkampf im Halbfinale nicht mehr steigern, sicherte sich aber mit 442 Punkten und Platz 11 den Einzug ins Finale. Dort sprang am Ende mit 453,4 Punkten der 9. Platz heraus. Damit bestritt der sympathische 20jährige Springer, der von Boris Rozenberg trainiert wird, sein erstes großes Finale und hat sich rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in der Weltspitze platziert.

 

In einem hochkarätigen Finale, in dem vier Sportler über 500 Punkte erreichten, siegte der Chinese Qui Bo mit 50 Punkte Vorsprung. Vor allem mit seinem dreieinhalb Salto-rückwärts in gehechteter Ausführung beeindruckte er die Kampfrichter: er erhielt durchweg die Note 10 und somit mit 108 Punkten die höchstmögliche Punktzahl für diesen Sprung. Anderen wurde dieser Sprung zum Verhängnis, so auch Martin Wolfram (wie schon im Halbfinale). Bis dahin lag Martin auf Platz 5 in aussichtsreicher Position.

 

Patrick Hausding aus Berlin startete etwas verhaltener, machte aber mit seinen letzten Sprüngen, vor allem der "großen Schraube" noch einen Satz nach vorn auf Platz 7 (482.35 Punkte).

 

Brian Nickson aus Malaysia brachte mit dem viereinhalbfachen Delphinsalto den schwierigsten Sprung der Konkurrenz (Schwierigkeit 4,1) mit einem Notendurchschnitt von 8,5 zu Wasser, patzte dann aber beim "einfachen"  dreieinhalb Salto-rückwärts gehockt.

 

Derweil erhitzen sich in Großbritannien die Gemüter über den Trainingszustand von Jung-Star und Ex-Weltmeister Thomas Daley. Der 17-jährige ist eines der Werbegesichter für Olympia 2012 in London. Sein russisscher Trainer Evangulov warf ihm eine mangelnde Trainingseinstellung und zu viele Werbetermine vor. Dabei verglich er Daley mit der russischen Tennisspielerin Anna Kurnikova. Bestätigt füllte er sich durch den verpatzten Syncvhronwettbewerb. Nach einem misslungenen viereinhalb Salto vorwärts rutschte das britische Duo noch von Platz 3 auf Rang 7 ab. Daley´s Synchronpartner Peter Waterfield nahm den Youngster jedoch in Schutz und verwies auf Trainingsrückstände infolge von Krankheit. In der Einzelkomkurrenz vom 10 m-Turm ging Thomas Daley beim Weltcup in London nicht an den Start. Der 30-jährige Peter Waterfield legte eine saubere Serie hin und gewann Bronze.

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