Gold und Silber für Louisa Stawczynski bei den European Games

Wasserspringen 22.06.2015

Deutsche Wasserspringer mit starker Baku-Bilanz. Louisa für WM nachnominiert.

  • Das deutsche Wassersprung-Team von Baku. (Bildquelle: DOSB)
  • Technikausfall bei der Sprinkleranlage

Kaum war der große Empfang unserer Europameister im Wasserspringen mit Martin Wolfram und Sascha Klein vorbei, da gewannen die DSC-Sportler bereits die nächsten Medaillen bei den Europaspielen in Baku.

Ihren großen Auftritt hatte vor allem Louisa Stawczynski, die mit einer Gold- und einer Silbermedaille aus Aserbaidschan zurückkehrt. Mit ihrer Partnerin Saskia Oettinghaus aus Rostock holte die DSC-Springerin den Sieg im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett (284,07 Punkte).

Zuvor war Louisa bereits mit Silber für ihre Leistung vom 1-Meter-Brett (392,20 Punkte) belohnt worden. Dort musste sie nur der Russin Maria Polykova (419,45 Punkte) den Vortritt lassen. Auf Rang fünf kam zudem die zweite DSC-Starterin Josefin Schneider mit 385,95 Punkten.

"Das war eine ganz starke Leistung von Louisa. Wir haben sie daher auch für die Weltmeisterschaften nachnominiert", sagte Bundesstützpunkttrainer Christoph Bohm.

In der abschließenden Konkurrenz vom 3 m-Brett wurde "Lolo" Vierte, knapp hinter ihrer Synchronpartner Saskia Oettinghaus, die über Bronze jubeln konnte.

Der 17-jährige Carlo Leuchte wurde im Finale vom 3-Meter-Brett Neunter mit 463,90 Punkten. Hier gab es im Vorkampf eine längere Unterbrechung wegen eines technischen Defekts. Die Sprenkleranlage zur Bewegung der Wasseroberfläche funktionierte nicht. Kurzerhand wurde auf man-made umgeschalten (siehe die vier Herren auf dem Bild). Die beiden deutschen Starter (neben Carlo noch Cao Tri Le Nguyen aus Berlin) haben die unfreiwillige Pause jedoch gut weggesteckt.

Der DSC steuerte damit im Bereich Wasserspringen zwei der insgesamt fünf Medaillen bei. Nachwuchs-Bundestrainer Frank Taubert zeigte sich damit mehr als zufrieden. „Wir hatten im Vorfeld vorsichtig geplant und drei bis vier Medaillen angepeilt. Nun sind es a) fünf, b) ist eine goldene dabei und c) diese sogar in einer olympischen Disziplin. Wir zählen zu den drei bestimmenden Nationen in Europa und haben hier Jahrgänge, die bis Tokio 2020 den Schritt nach Olympia schaffen können“, sagte Taubert (Quelle: www.deutsche-olympiamannschaft.de). Eine Gold-, eine Silber und drei Bronzemedaillen nahmen seine Schützlinge an den vier Wettkampftagen mit nach Hause. Nur Großbritannien (4/1/1) und Russland (3/5/1) waren besser.

„Wir haben als Mannschaft mit dem DSV sehr erfolgreich abgeschnitten“, erklärt Lutz Buschkow, Direktor Leistungssport im DSV. „Mit dem Gewinn der Goldmedaille in der olympischen 3m-Synchron-Disziplin haben unsere Damen ein besonderes Highlight gesetzt.“ Das DSV-Team bestand in Baku aus „den langfristigen Hoffnungsträgern für die Olympischen Spiele 2020 und 2024“, so Buschkow weiter.

Die Wettbewerbe konnten live via Internet-TV mit britischem Kommentar verfolgt werden. Zudem übertrug der TV-Sender Sport1 ausgewählte Finals und zeigte Zusammenfassungen.

Siehe auch die Berichterstattung des DSV mit:

Bilder: DOSB

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