Abflug zur Europameisterschaft

Erstellt von sh 04.05.2016

DSC schickt fünf Wasserspringer nach London

Mit fünf Athleten reist der Dresdner SC zu den diesjährigen Europameisterschaften der Wasserspringer in London. Auf der Olympischen Anlage von 2012 gehen Tina Punzel, Martin Wolfram, Sascha Klein, Louisa Stawczynski und Timo Barthel an den Start.

Nach dem äußerst erfolgreichen Abschneiden im Vorjahr mit zwei EM-Titeln für Sascha Klein (Turm Synchron) und Martin Wolfram (Turm Einzel) sowie Silber und Bronze für Tina Punzel sind die Erwartungen hoch. Allerdings plagen sich mehrere unserer Sportler mit Verletzungssorgen.

Harte Diagnose für Martin: Arthrose in der Schulter

Die größten Sorgen macht uns Martin Wolfram, der wegen Rückenproblemen bereits den Testwettkampf in Rio verpasst hatte. "Das haben wir in den Griff bekommen, aber nun sind Schulterbeschwerden hinzugekommen. Es hat sich herausgestellt, dass ich unter Arthrose im Schultereckgelenk mit Zystenbildung leide", erklärte der Turm-Europameister, der daher seinen Titel nicht verteidigen kann. "Leider lässt die Schulter dies derzeit nicht zu. Ich werde daher nur vom 3m-Brett an den Start gehen", sagte Martin am Dienstag auf einer Pressekonferenz vor dem Abflug. "Was Olympia betrifft, so werde ich alles versuchen, um dort fit zu sein. Ich hatte ja schon eine Olympiateilnahme 2012 und ich will noch eine und zwar eine erfolgreiche Olympiateilnahme. Die besseren Chancen habe ich einfach vom Turm und daher ist dies auch mein Ziel: Olympia in Rio vom Turm."

Sasche Klein will den 9. Titel

Deutlich besser geht es derzeit unserem Routinier Sascha Klein, der in London vom Turm Synchron und Einzel springen wird. Hatte er vergangene Saison immer wieder mit Rückenproblemen zu kämpfen und musste Teile der Saison auslassen, so geht es dieses Jahr deutlich besser.

"Die Konkurrenz ist stark, aber wir gehen dennoch mit dem Ziel ran, wieder Europameister im Synchronspringen zu werden", sagte Sascha, der mit dem Berliner Patrick Hausding bereits acht EM-Titel gewonnen hat. Auch im Einzel will der junge Papa (sein Sohn ist 4 Monate) um die Medaillen mitkämpfen.

Tina Punzel mit den meisten Starts

Die meisten Einsätze hat wieder Tina Punzel, die vom Brett Einzel und Synchron sowie vom Turm synchron springen wird. "Es wird sehr schwer Silber im Synchronspringen und auch meine Bronzemedaille im Einzel zu verteidigen, aber mein Ziel ist eine Medaille mitzubringen", sagt die Dresdnerin.

"Natürlich ist dieses Jahr alles schon auf Olympia ausgerichtet. Die EM ist daher noch einmal ein wichtiger internationaler Wettkampf in der langen Vorbereitungsphase. Danach kommen ja nur noch die Deutschen Meisterschaften und ein Grand Prix in Bozen, weil wir dort auf einer Außenanlage wie in Rio springen können", erklärt die 20-Jährige. Allerdings plagte sich auch Tina in der Vorbereitung mit Nacken- und Knieproblemen.

Zweite EM für Timo Barthel und Louisa Stawczynski

Nach dem Debüt 2015 in Rostock erleben Louisa und Timo ihre zweite EM in London. "Im vergangenen Jahr bin ich vom 1m-Brett 16. geworden. Diesmal will ich mir die Ziele natürlich etwas höher stecken und das Finale der besten 12 erreichen", sagt Louisa. Für sie sind die Titelkämpfe in England der Höhepunkt der Saison.

Timo Barthel musste noch bis kurz vor dem Abflug zittern, ob er mit in den Fliger steigen darf. "Ich habe mir im Training eine leichte Handverletzung zugezogen. Aber am Mittwochmorgen habe ich das Okay der Ärzte bekommen." Anders als 2015, wo er vom 1m Brett startete, wird er diesmal den vakanten Startplatz vom Turm von seinem Clubkollegen Martin Wolfram besetzen. "Ich werde diesmal einen Handstand mit dreifachem Auerbachsalto zeigen, den bislang noch nicht so viele Springer auf der Welt gezeigt haben und ich hoffe natürlich, dass die Hand keine Probleme macht", sagt Timo.

Den detaillierten Zeitplan findet Ihr hier. 

Eurosport überträgt aus London.

Unsere Pressekonferenz zum Nachschauen bei Dresden Fernsehen: www.dresden-fernsehen.de/Aktuelles/Dresden/Artikel/1415711/Wasserspringer-bereiten-sich-auf-Olympia-vor/

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