50 Jahre ist es nun her ...

Wasserspringen 10.10.2014

... dass eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen aller Zeiten ihre Karriere krönte. Am 07. Oktober 1964 gewann die Wasserspringerin Ingrid Krämer-Gulbin (zu diesem Zeitpunkt Ingrid Engel-Krämer) bei den Olympischen Sommerspielen von Tokio (JAP) den Wettbewerb vom 3m-Brett und damit schon zum dritten Mal olympisches Gold.

Tokio 1964: Ingrid Krämer-Gulbin gewinnt Silber

vom Turm (li.) und Gold vom 3m-Brett (re.) - (Fotos: Bundesarchiv)

 

 

Bei den Olympischen Spielen von Rom vier Jahre zuvor hatte die gebürtige Dresdnerin im Alter von 17 Jahren bereits beide olympischen Disziplinen gewonnen (3m Kunstspringen, 10m Turmspringen). 1964 gewann sie neben Gold im Kunst- auch Silber im Turmspringen.

Ihr sportlicher Aufstieg begann schon 1958  im jugendlichen Alter von 15 Jahren. Damals gewann sie – noch unter ihrem Mädchennamen Ingrid Krämer – ihre erste DDR-Meisterschaft (3m). Auch international machte sie in diesem Jahr mit einem vierten und einem achten Platz bei den Europameisterschaften erstmals von sich reden. Von nun an galt Sie über einen Zeitraum von fast 10 Jahren als eine der besten Wasserspringerinnen der Welt, für einen Großteil dieser Zeitspanne sogar als die Beste.

Aufgrund ihrer ersten olympischen Erfolge, mit denen sie nebenbei die jahrzehntelange Dominanz der US-Springerinnen durchbrach (diese waren seit 1924 bei olympischen Spielen ungeschlagen), wurden ihr besondere Ehren zuteil: Zum Einen wurde sie 1960 im geteilten Deutschland als Erste und Einzige sowohl in der BRD als auch in der DDR zur Sportlerin des Jahres gekürt. Zum Anderen bestimmte man sie zur Fahnenträgerin der Gesamtdeutschen Olympiamannschaft bei der Eröffnungsfeier der Sommerspiele von 1964.

1968 verabschiedete sich Ingrid Krämer-Gulbin in Mexiko mit einem beachtlichen fünften Rang (3m) von der olympischen Bühne. Beachtlich deshalb, weil sie in der Vorbereitung krankheitsbedingt monatelang nicht trainieren konnte.

Nach ihrer sportlichen Karriere folgten weitere bedeutende Auszeichnungen. Bereits 1975 wurde sie in die internationale Ruhmeshalle des Schwimmsports („international swimming hall of fame“) aufgenommen, genauso 2011 in die „Hall of Fame des Deutschen Sports“ durch die Deutsche Sporthilfe.

Weitere Informationen zu Ingrid Krämer-Gulbin und einige nette Anekdoten können Sie einem früheren Artikel von Swim & More (Ausgabe 06/11) entnehmen. Der Artikel steht hier für bereit: » Ingrid Krämer-Gulbin in der „Ruhmeshalle des Deutschen Sports“

 

 

Quelle: DSV

 

 

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