DSC-Journal 3/2015 erschienen

Wasserspringen Wasserspringen (intern) 20.10.2015

Den Blick nach vorn richten - mit Artikel über unsere EM- und WM-Starter

Verwöhnten uns die DSC -Wasserspringer bei der EM mit einer grandiosen Medaillensammlung, kehrten sie wenige Wochen später von der WM aus dem russischen Kazan ohne Edelmetall zurück. Unsere fünf Starter – so viele wie nie zuvor – konnten wie das gesamte Team nicht ihre Top-Leistungen abrufen.

Vielstarterin Tina Punzel (vier Einsätze), die die Plätze zehn ( Turm-Synchron), zweimal elf ( Dreimeter- Synchron, Team) und 30 ( Dreimeter-Einzel) belegte, gibt zu: „ Nach der guten Vorbereitung dachte ich mir, das wird eine super WM. Als es dann nicht lief, wurde die Verunsicherung von Wettkampf zu Wettkampf größer. Der Druck erhöhte sich.“ Sie sieht die Ursachen nicht in der athletischen Vorbereitung: „ Das lag eher im mentalen Bereich.“ Das bestätigt auch Sascha Klein (6. im Turm-Synchron, 11. im Turm- Einzel), den zudem Rückenprobleme im Vorfeld ausbremsten: „ Ich weiß, dass ich es besser kann. Sicher spielte der Kopf eine entscheidende Rolle.“

Die Konsequenz für die jetzt beginnende Olympia-Saison: „Wir müssen noch stärker an den Pflichtsprüngen arbeiten und ich werde auch nicht mehr alle Wettkämpfe der Weltserie bestreiten, um den Reisestress zu verringern.“ Tina Punzel hätte zum Beispiel auch nichts gegen die Arbeit mit einem Psychologen oder Mentaltrainer. Bis 2012 gab es im deutschen Verband eine solche Unterstützung, seither nicht mehr. Punzel sieht für sich noch andere Reserven: „ Zum einen werden wir überlegen, ob wir einige Wackelsprünge aus dem Programm nehmen. Zum anderen kann ich mich jetzt nach dem Abi nur auf den Sport konzentrieren, da ist noch mehr herauszuholen.“ Martin Wolfram konnte mit Platz elf im Team-Wettbewerb und Rang 14 im Turm- Einzel zwar keine Bäume ausreißen, meint aber: „Mein Jahresziel habe ich mit dem EM-Titel und dem damit verbundenen Quotenplatz für Olympia geschafft.“ Auch WM- Debütant Timo Barthel erreichte mit Platz acht im Mixed-Synchron eine gute Leistung.

Jetzt richtet sich der Blick auf den Weltcup in Rio im Februar. Dort werden die letzten Olympia-Quotenplätze vergeben. Tina Punzel: „ Im Synchron sind noch vier Plätze frei, das wird ein harter Kampf. Im Einzel muss man unter die ersten 18 kommen.“ Martin Wolfram soll dabei eventuell helfen, den noch fehlenden Platz vom Dreimeterbrett zu ergattern.

 

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weitere Meldungen im DSC-Journal

Meisterlich

Die beiden Masters-Springer Erik Seibt und Alexander Gorski brachten von der WM aus dem russischen Kazan gleich sieben Medaillen (AK 40 – 44) mit, davon glänzten drei sogar golden. So wurde Alexander Gorski Weltmeister vom Einmeter- und Drei-Meterbrett, Erik Seibt holte Gold vom Turm. Dazu gewannen beide gemeinsam Silber im Turm-Synchron. Gorski erkämpfte sich noch Silber vom Turm und Seibt belegte Platz zwei vom Einmeterbrett.

Gesammelt

Bei den Deutschen A- und B-Jugendmeisterschaften in Leipzig sammelten die DSC-Talente zum Saisonabschluss nochmals kräftig Edelmetall. Zweimal Gold holte Louisa Stawczynski (1m, 3m), Karl Schöne gewann sogar dreimal Gold ( Turm, 3m, Kombi,) und einmal Bronze ( Synchron mit Jesco Helling), Marén Hähle siegte in ihrem Jahrgang von 3 m, Carlo Leuchte wurde Vizemeister von 1 m u. 3 m, Josefin Schneider gewann jeweils Bronze in beiden Brettdisziplinen. Frosina Boger holte in ihrem Jahrgang Bronze von 3 m sowie Silber im Synchrnspringen mit iher Rostocker Partnerin. Jesco Helling gewann zudem in seinem Jahrgang Silber vom Turm sowie Bronze von 3 m und in der Kombi.

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