DSC-Duo Tina Punzel/Sascha Klein sichert sich EM-Bronze im Teamspringen

Wasserspringen 24.08.2014

Die Wasserspringer Tina Punzel und Sascha Klein werden bei der EM Dritte im Teamwettbewerb. Diese Medaille hatte noch gefehlt.

Berlin. Für Tina Punzel und Sascha Klein war das gestrige Ergebnis ihres gemeinsamen Auftritts in doppelter Hinsicht etwas Besonderes. Die beiden Wasserspringer des Dresdner SC konnten zum EM-Auftakt in Berlin zwar ihre Silbermedaille vom Vorjahr nicht verteidigen. Dennoch waren beide zufrieden. Die Bronzeplakette im Teamwettbewerb stellte das sächsische Duo mindestens auf die gleiche Stufe. Denn zum einen war ihnen die Erleichterung anzusehen, dass sie zum Auftakt nicht leer ausgegangen waren. Zum anderen freuten sie sich, dass im heimischen Trophäenschrank die Farbenvielfalt gewahrt ist.

"Jetzt ist mein Medaillensatz komplett", meinte die 19-Jährige, die 2013 in Rostock mit Gold und Silber überrascht hatte. Ihr zehn Jahre älterer Teampartner sammelt bereits seit 2006 internationale Medaillen. Doch auch für den ehemaligen Aachener war es in Europa das erste Mal Bronze. Die DNN-Nachfrage, wie viel EM-Metall er daheim hat, brachte Klein kurz aus dem Konzept. "Acht Goldene und drei Silberne", meinte der 1,72 m große Schrauben- und Saltikünstler. Bei Gold hat er sich knapp verzählt: Es sind neun! Morgen soll mit Patrick Hausding vom Turm die zehnte folgen.

Der gestrige dritte Platz hinter Russland und der Ukraine war hart umkämpft. Sascha Klein stellte zwar bei seinen drei Sprüngen seine Vielseitigkeit von Brett und Turm unter Beweis. Doch auch er zeigte wie Tina Punzel, die einmal auf den ungeliebten Turm klettern musste, in der Pflicht kleine Schwächen. "Ich war heute besonders nervös, weil ich wegen diverser Verletzungen in diesem Jahr noch nicht so viele Wettkämpfe bestritten habe", sagte Tina Punzel. Beide handelten sich nach dem ersten von drei Durchgängen zwölf Punkte Rückstand ein, mussten vom sechsten Rang aus eine Aufholjagd starten.

Die gelang zum einen, weil die super gestarteten Franzosen Nerven zeigten. Zum anderen spielten die Dresdner ihren Heimvorteil aus. Neben der bestens vertrauten Anlage bestand dieser auch aus zwei Zuschauer-Blöcken voller Gelbhemden vom DSV-Jugendcamp, das mit einstudierten Choreographien und Schlachtrufen präsent war. Letztlich hing alles vom finalen viereinhalbfachen Salto vorwärts ab. Den zweitschwersten Sprung der Konkurrenz tauchte Sascha Klein gerade ins Wasser - die Medaille war perfekt.


  • Team-Springer
    Foto: dpa
    Tina Punzel und Sascha Klein holten bei der EM in Berlin Team-Bronze. Foto: Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Ein schnelles Abklatschen, eine kurze Umarmung - Sascha Klein und Tina Punzel freuten sich über die Bronzemedaille zum EM-Auftakt der Wasserspringer. Nach Silber vor einem Jahr in Rostock reichte es diesmal mit 390,95 Punkten zu Rang drei, aber auch danach winkten der 28-jährige Klein und die 18-Jährige Punzel dem Heimpublikum strahlend vom Podest aus zu. «Ich bin sehr froh. Für mich ist es eine gewonnene Medaille, definitiv», betonte Synchronsprung-Weltmeister Klein. Lautstark angefeuert von über 150 Fans der deutschen Schwimmjugend kämpfte sich das Dresdner Duo nach verhaltenem Start von Platz fünf aus langsam vor. Mit einem viereinhalbfachen Salto vorwärts vom Turm aus zehn Metern Höhe sicherte Klein dann mit dem letzten Sprung den Podestplatz. «Jetzt ist der erste Druck erstmal weg. Das gibt uns Sicherheit für die kommenden Wettkämpfe», sagte Punzel. Insgesamt streben die deutschen Springer in Berlin fünf bis sieben Medaillen an. Auch Bundestrainer Lutz Buschkow war mit der Start-Ausbeute zufrieden, wenngleich er mit Silber «geliebäugelt» hatte. «Wir haben in den beiden Pflichtsprüngen unsere Gegner stark gemacht. Wir mussten dann den Punkten hinterherlaufen», erklärte Buschkow. «Deswegen ist die Medaille sehr viel wert, ein sehr guter Auftakt.» Der Sieg in der ersten von elf Sprungentscheidungen in Berlin ging an Russland. Die Russen Victor Minibajew/Nadeschda Baschina gewannen den nicht-olympischen Wettbewerb mit 416,90 Punkten vor Titelverteidiger Ukraine mit Alexander Bondar und Julia Prokoptschuk (409,75 Zähler). Beim Team-Event absolvieren je ein Mann und eine Frau insgesamt sechs Sprünge vom Drei-Meter-Brett bzw. vom Turm.

 

 

 

 

 

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