6. Kick Racism-Fußballturnier im Ostragehege

Erstellt von ee Fußball 22.06.2017

Kooperation von DSC und Ausländerrat Dresden

Am 24. Juni 2017 veranstaltet die Abteilung Fußball des Dresdner SC 1898 in Zusammenarbeit mit dem Ausländerrat Dresden zum sechsten Mal in Folge ein Fußballturnier für Freizeitkicker. Unter dem Motto "Kick Racism – antirassistisches Fußballturnier in Erinnerung an Marwa El-Sherbini" treten am Samstag im Ostragehege rund 30 Mannschaften mit verschiedensten gesellschaftlichen Hintergründen gegeneinander an.

Dresdner Urgesteine mit kreativen Teamnamen wie der ehemalige Turniersieger FC Beate Rehagel treffen auf lokale Initiativen wie "Eine Schule für Kobane" oder "German Lessons für Refugees", die sich zum Ziel gemacht haben, Geld für den guten Zweck zu sammeln und das Turnier als Chance nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Auch bundesweit bekannte Organisationen wie "Viva con Agua" sind vor Ort und treffen u.a. auf die Flüchtlingsmannschaft des VfB Hellerau-Klotzsche oder die Mannschaften von politischen Jugendverbänden. Der SC Yala Nemschi, arabisch für "SC auf geht's", die "Elf" des Dresdner Jugendhaus "Spike" ist genauso am Start, wie erstmals das Kinderhaus Kolombo der Dresdner Diakonie. Die Fans des Dresdner Eislöwen versuchen sich für den guten Zweck im Fußballspiel und komplettieren mit Fanmannschaften vom Roten Stern Leipzig, dem FC St. Pauli und natürlich der SG Friedrichstadt das Starterfeld.

Im Hinblick auf die Teilnehmer wird deutlich, dass der Fokus des Turniers auf dem Zusammenbringen verschiedenster Menschen liegt, um sich kennenzulernen, zu vernetzen und gemeinsam einen entspannten Samstag in einem angstfreien Rahmen zu verbringen. Unter diesem Gesichtspunkt werden die etwa 10 Minuten dauernden Spiele nach dem Fair-Play-Modus ausgetragen, wie er von F-Jugend-Spielen bekannt ist. Schiedsrichter gibt es maximal in der Endrunde, wenn es im Kampf um den Pokal manchmal etwas hitzig wird. Doch bei der Großzahl der Spiele steht der Spaß im Vordergrund.

Der Anlass des Turniers ist leider weniger heiter. Denn ein wichtiges Anliegen des Turniers ist es, die Erinnerung an die am 1. Juli 2009 ermordete Marwa El-Sherbini aufrecht zu erhalten und mit einem guten Beispiel im Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz auf dem Fußballplatz wie in der Gesellschaft voran zu gehen. Im Integrationsbericht der Landeshauptstadt Dresden wird „Kick Racism“ mittlerweile als Beispiel für gelebte Verständigung angeführt.

Wer spontan Lust empfindet, kann sich Samstag gerne um 9 Uhr auf dem Sportplatz einfinden, es findet sich für jede/n eine Mannschaft! Um spätestens 10:00 sollen die ersten Spiele angepfiffen werden. Ab 19:00 können alle Teilnehmer und alle Interessierten den Tag in der Veränderbar in der Dresdner Neustadt gemeinsam Revue passieren lassen: "DJ Tschüss Ey" und die "Unicorn Verschwörung" werden für tanzbare Musik und Unterhaltung sorgen.

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