Volleyballerinnen feiern Titel-Hattrick und Double

Erstellt von sh 03.05.2016

Fanfast am Mittwoch ab 17 Uhr im Elbegarten

 

Die ganze Halle tobte, die Spielerinnen jubelten und fielen sich anschließend überglücklich in die Arme: Die DSC Volleyball Damen sind Deutscher Meister 2016. Damit machte das Team von Trainer Alexander Waibl den Titelhattrick nach den Siegen 2014 und 2015 perfekt. Und nach 17 Jahren gelang es den Dresdnerinnen das erste Mal wieder, das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg zu holen. 

Im entscheidenden fünften Finalspiel setzte sich der Titelverteidiger in der mit 3.000 Zuschauern ausverkauften Margon Arena mit 3:0 (25:18, 25:20, 25:17) durch. Nach 81 Minuten war es ausgerechnet ein Aufschlagpunkt von Laura Dijkema, der den dritten Meistertitel in Serie perfekt machte. Damit hat sich der Verein direkt für die Champions League qualifiziert und wird in der kommenden Saison das sechste Mal in Serie in der europäischen Königsklasse starten. 

Das Zünglein an der Waage: 3000 Euro für Flug und Übernachtungen

„Diese Finalserie war Werbung für den deutschen Volleyball. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft, was sie heute noch einmal geleistet haben, das war der Hammer. Und ich muss sagen, dass uns unter anderem die Geschäftsstelle diesen Titel gewonnen hat, da sie am Donnerstag 3.000 Euro in die Hand genommen haben, um uns die Übernachtung in Stuttgart und den Rückflug am Sonntag zu ermöglichen. Dadurch waren wir heute optimal vorbereitet“, meinte Trainer Alexander Waibl nach dem historischen Sieg. Er ist neben Klaus Kaiser (1999) nun der zweite Trainer, der sich mit dem DSC Double-Gewinner nennen darf. 

Nach dem Spiel wurde Diagonalangreiferin Kristina Mikhailenko zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt. Sie war mit 18 Punkten die Top-Scorerin des fünften Finales. Zudem wurde Michelle Bartsch von der Volleyball Bundesliga zur wertvollsten Spielerin der gesamten Saison gekürt. Bei Stuttgart bekam Michaela Mleojnkova die silberne MVP-Medaille nach der Partie. 

Eine ganz wichtige Entscheidung hatte es schon vor der Partie gegeben: Zuspielerin Laura Dijkema konnte trotz Sprunggelenksverletzung auflaufen. Von Beginn an dominierte der von ihr orchestrierte Dresdner SC die Partie. Der Pokalsieger war im Block präsent, stand in der Annahme richtig sicher und schmetterte dem Gegner die Bälle um die Ohren. Zur zweiten technischen Auszeit hieß es bereits 16:12, ein verschlagener Aufschlag von Kim Renkema brachte mit dem zweiten Satzball die 1:0-Führung. 

Und der DSC ließ im zweiten Abschnitt nicht nach, sondern knüpfte an die Leistung an. In allen Elementen war der Meister besser, kämpfte um jeden Ball bis zum Umfallen und hatte sichtlich Spaß am Spiel. Beim 24:15 hieß es bereits Satzball, ehe Stuttgart aber aufdrehte und fünf abwehrte. Doch den sechsten schmetterte Michelle Bartsch ins gegnerische Feld, die Fans tobten. 

Natürlich wollte sich der in der Finalserie so hartnäckige MTV so nicht geschlagen geben und kämpfte am Anfang des dritten Satzes nach Kräften. Der Gastgeber lag das erste Mal im Spiel mit 1:4 und 3:6 zurück, doch eine erneut tolle Blockarbeit ließ den DSC auf 12:9 davonziehen. Nach dem 16:11 zur zweiten technischen Auszeit kam Stuttgart nicht mehr heran und am Ende war es Laura Dijkema, die den entscheidenden Aufschlag übers Netz schlug und das Team, die Fans, den Verein und alle im Umfeld jubeln ließ.

 

Die überragende Saison wollen die Volleyballerinnen am Mittwoch ab 17 Uhr beim Fanfest im Elbegarten, Friedrich-Wieck-Straße 18, mit allen Anhängern feiern. Also kommt vorbei!

Weitere Infos unter www.dresdnersportclub.de

 

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