DSC bleibt cool: Waibl-Team siegt und erkämpft sich ersten Matchball zur Titelverteidigung

27.04.2015

Trotz hitziger Atmosphäre im vierten Durchgang ist der Dresdner SC am Samstagabend ganz cool geblieben und hat sich den ersten Matchball zur Titelverteidigung in der Volleyball Bundesliga erkämpft.

Das Team von Trainer Alexander Waibl setzte sich im zweiten Spiel der Play-off-Finalserie bei Allianz MTV Stuttgart mit 3:1 (25:13, 25:16, 19:25, 25:23) durch. Vor 2100 Zuschauern in der ausverkauften Scharrena brachte ein verschlagener Angriff von Renata Sandor den Sieg.
Nach 105 heißen Minuten wurde Jaroslava Pencova zur wertvollsten Spielerin der Partie ausgezeichnet. Auf gegnerischer Seite entschied sich Alexander Waibl für Sandor. Nun kann der DSC im bereits ausverkauften Heimspiel am 29. April in der Margon Arena die Serie beenden und sich die Schale erneut holen. „Wir haben zwei Sätze lang überragend gespielt. Dann hat die Konzentration nachgelassen. Es geht schon die ganze Saison so, dass wir klare Führungen auch wieder verspielen. Wir haben uns mit dem Sieg eine tolle Ausgangsposition für Mittwoch geschaffen und wollen nicht noch einmal nach Stuttgart fahren“, meinte Alexander Waibl nach der Partie.

Der Coach startete fast mit der gleichen Aufstellung wie im ersten Finalspiel. Jedoch stand für die Kanadierin Shanice Marcelle die US-Amerikanerin Michelle Bartsch auf dem Feld. In den ersten beiden Sätzen zeigte der Titelverteidiger eine ganz beeindruckende Vorstellung. Annahme, Aufschlag, Angriff und Block funktionierten hervorragend.

Vor allem Außenangreiferin Lisa Izquierdo lief richtig heiß, aber auch Kristina Mikhailenko und die beiden Mittelblockerinnen Cursty Jackson und Jaroslava Pencova waren stets zur Stelle. In der Abwehr stand der DSC kompakt und ließ dem Gegner keine Luft zum atmen.

Nach zwei Durchgängen auf tollem Niveau folgte im dritten Abschnitt ein kleiner Dämpfer. Mit Konzentrationsschwierigkeiten lag der Gast schnell mit 0:4 zurück. Jedoch ließ sich der deutsche Meister auch von einem 12:16-Rückstand nicht entnerven und war beim 17:18 wieder am Gegner dran. In der Endphase des Satzes unterliefen dem Waibl-Team aber zu viele Fehler, Stuttgart pushte sich und verkürzte auf 1:2.

Mit einem 0:3 startete auch der vierte Satz alles andere als ideal. Mit einem 8:0-Punktlauf, dessen Grundlage die guten Aufschläge von Jara waren, holte der DSC auf. Beim 16:9 zur zweiten technischen Auszeit und einer späteren 21:17-Führung wähnte man den deutschen Meister schon fast auf der Siegerstraße. Doch diesmal war es die Mannschaft um Libera Myrthe Schoot, die auf einmal nicht mehr aus der Rotation rauskam und sechs Punkte in Serie abgeben musste.

Als Athina Papafotiou beim 23:21 für ihr Team den Aufschlag ins Aus setzte, kochten die Emotionen hoch. Denn Gegner-Trainer Guillermo Hernandez hatte den Ball im Feld gesehen und beschwerte sich so emotional beim Schiedsgericht, dass er – bereits Gelb-verwarnt - die Rote Karte sah. Das hatte einen Punktabzug für sein Team zur Folge und so stand es 23:23. Ein Block von Jara gegen Katherine Harms und ein verschlagener Angriff von Sandor bescherten schließlich dem DSC den zweiten Sieg in der Finalserie.

Nun können die Dresdnerinnen am Mittwoch Großes leisten und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Meistertitel verteidigen. Die Margon Arena ist für die Partie um 19.30 Uhr bereits ausverkauft.


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