Auf dem Karriere-Höhepunkt

Erstellt von sh Turnen & Sportakrobatik 11.07.2022

Herren-Vierergruppe reist zu den World Games

 

In einem der letzten Trainings vergangene Woche herrscht kurzzeitig Aufregung. Ben hat sich bei einem Element die Ferse angeschlagen, ärgert sich nun über sich selbst und verzieht sich erstmal in die Katakomben. In den letzten Tagen vor dem Abflug geht es in der DSC-Turnhalle nur noch darum: gesund und verletzungsfrei bleiben!

"Diese Vierergruppe hatte in den vergangenen Jahren so viele Schwierigkeiten - immer vor großen Wettkämpfen. Verletzungen, Corona - kaum ein Event konnten wir reibungslos vorbereiten", erzählt derweil die "Chefin" Petra Vitera. Jetzt steht für Vincent Kühne, Tom Mädler, Ben und Danny Ködel der Höhepunkt ihrer Karriere bevor: Die Teilnahme an den World Games ist das, was für andere Sportler die Olympischen Spiele sind. "Es ist das höchste, was wir in unserer Sportart erreichen können. Klar wollen wir jetzt auch unsere beste Leistung zeigen können", sagt Vincent Kühne. Er ist der "Kopf" der Bande, der Leitwolf mit seinen 25 Jahren.

Zur Sicherheit wurden öffentliche Verkehrsmittel zuletzt vermieden und das Auto für die Wege zum Training genutzt, Ben Ködel wurde mit einer Ausnahmegenehmigung bereits zwei Wochen vor Abflug von der Schule befreit, um sich dort nicht noch mit Covid zu infizieren. So saßen nun alle vier Jungs und Cheftrainerin Petra Vitera am Montag im Flieger Richtung USA.

Eine Nation hinter sich lassen

Am 17. Juli, dem letzten Wettkampftag in Birmingham, wird es für unsere Vierergruppe ernst. Balance und Tempoübung müssen sie dann auf die Matte bringen und im Idealfall derart gut, dass es für das Finale am gleichen Tag reicht. Nur insgesamt fünf Formationen gehen in den USA an den Start, weil mit Russland eine Nation wegfällt. "Wir treten gegen Israel, Großbritannien, Belgien und die Ukraine an, eine Formation müssen wir schlagen, um das Finale zu erreichen", sagt Petra Vitera. "Das Ziel ist natürlich der Endkampf, aber wenn wir ohne Fehler durchturnen und es wird nicht das Finale, können wir auch zufrieden sein."

Der World Games Sieg 2017 brachte mehr Geld und mehr Nachwuchs

Die Fußstapfen im Verein sind groß - 2017 gelang Tim Sebastian mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft die Sensation - sie gewannen in Breslau Gold bei den World Games. "Dieser Erfolg hat unserer Sportart sehr gut getan, es gibt mehr finanzielle Mittel, so dass wir in der Vorbereitung auf die World Games zum Beispiel mehr Trainingslager machen konnten und uns Unterstützung von anderen internationalen Trainern und Choreographen holen konnten. Außerdem haben wir beim DSC einen deutlich größeren Zulauf an Jungs, die unsere Sportart machen wollen", erzählt Vincent Kühne. 

Der nicht ganz geradlinige Weg der Vierer-Gruppe begann 2019 mit dem 1. internationalen Erfolg in Israel - EM-Bronze. Damals aber turnte Aaron Borck noch in der Formation. Danach verletzte sich Danny Ködel und Vincent Kühne wurde quasi aus dem "Akrobatik-Ruhestand" noch einmal reaktiviert. Mit einem Monat Vorbereitungszeit reisten sie zur WM nach Genf und packten dort die Qualifikation für die World Games. Es folgte eine weitere EM in Italien, bei der sie das erste Mal eine 27er Wertung für ihre Übung erhielten. Bei der nächsten WM in Baku traten sie erneut nicht perfekt vorbereitet an - Corona und Verletzungen. Sie verpassten in ihrer Paradeübung Tempo nur knapp die Bronzemedaille. Mittlerweile turnte wieder Danny Ködel für Aaron Borck in der Formation.

"Zuletzt waren wir nun auf einem guten Weg ohne Verletzungen und Krankheiten und hoffen, in Birmingham auch tatsächlich das Beste rausholen zu können" sagt die Cheftrainerin.

Wir wünschen dem Team alles Gute für die Vorbereitung vor Ort und den Wettkampf am 17. Juli!

Die World Games sind bei sport1 und im sport 1 Stream zu sehen.

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