Perfekt bis auf einen Sekundenbruchteil

Erstellt von sh Turnen & Sportakrobatik 15.04.2018

Tim Sebastian verpasst eine WM-Medaille

Es war ihr großer Traum und ein mehr als realistisches Ziel: Nach dem Gewinn der World Games 2017 und EM-Bronze im Herbst wollten Tim Sebastian und sein Riesaer Partner Michail Kraft auch bei der WM um eine Medaille turnen. Am Ende wurde es am Samstag der siebente Platz im Finale in Antwerpen. Nach einem Fehler beim Link zur Schraube zerplatze der Traum von WM-Edelmetall in diesem Jahr. Mit 26,995 Punkten für ihre ansonsten so tolle Kombi-Übung zur Musik "Let it be" kamen sie nicht an die Top-Paare heran. Gold ging an das russische Team, das seinen Triumph von 2016 wiederholte.

"Es ist für uns noch nicht zu verstehen, was und warum das passiert ist. Es war alles bereit und lief gut. Es war eine perfekte Übung bis auf diesen Bruchteil von Sekunden, als uns ein Teil der Spannung und der Fokus verloren gingen. Wir haben in der Qualifikation fantastisch gearbeitet, aber es nicht geschafft, uns dafür dann zu belohnen. Das war ein Schlag ins Gesicht", sagte uns Tim.

Schon im Vorfeld der WM hatte er betont, dass man sich auf diesem Niveau keine Fehler werde erlauben können, wenn man nach einer Medaille greifen will. Der Start in die WM aber verlief ideal. Bei der Balance-Übung - ihrer großen Stärke - gingen sie in Führung. Nach Tempo (5.) und Kombiübung (6.) gingen sie als Zweite ins Finale. Dort werden jedoch alle Zähler wieder auf Null gestellt. Der Fehler kostete sie dann die notwendigen Punkte. Dennoch haben beide eine tolle Vorstellung abgeliefert und können stolz auf sich sein!

Hier könnt Ihr Euch das Finale der Herrenpaare noch einmal anschauen - Tim & Michail bei Minute 36:50.

Foto/Copyright: Felix Kunturo/Deutscher Sportakrobatik Bund

Sarah, Anika und Vanessa auf Rang 12

Unser Trio Sarah Arndt, Anika Liebelt und Vanessa Riffel schlug sich bei der ersten gemeinsamen WM gut. Erst seit einem Jahr arbeiten die drei zusammen. Im Gesamtklassement reichten die 78,120 Punkte für Rang 12 in der Welt. Nur einen Platz vor ihnen lag das zweite deutsche Trio. Beide schafften den Sprung ins Finale der Top 8 leider nicht. In der Kombiübung war ein kleiner Hänger beim Aufgang zur zweiten Pyramide und ein anschließender Zeitfehler drin. Zuvor hatten sie eine starke Balanceübung gezeigt und auch bei der hatten Tempoübung alle Schwierigkeiten geklappt. "Die drei waren schon sehr nervös bei ihrem ersten gemeinsamen WM-Auftritt, haben es am Ende aber gut gemeistert. Dass das Finale schwer werden würde, wussten wir. Ich bin total zufrieden, weil sie gezeigt haben, dass sie zurecht nominiert wurden und auf das internationale Parkett gehören. Wir haben eine Menge Erfahrungen gesammelt und wollen beim nächsten Start stabiler sein. Wir gehen mit einem guten Gefühl aus dieser WM", schätze DSC-Cheftrainerin Petra Vitera ein.

Für unsere Vierergruppe mit Erik, Sebastian, Vincent und Tom heißt es heute noch einmal Daumen drücken: 12 Uhr zeigen sie ihre Kombiübung und wollen den Einzug ins Finale schaffen.

 

 

 

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