Sieben Christstollen für Leni und Mika-Frederik

Erstellt von do/sh Schwimmen 18.12.2023

31. Dresdner Christstollen-Schwimmfest

 

An diesem Wochenende ging es im Schwimmsportkomplex am Freiberger Platz beim 31. Christstollen-Schwimmfest des Dresdner SC rund. Fast 600 Aktive aus 28 Vereinen und 6 verschiedenen Ländern, unter anderem aus Malta und der Ukraine, kämpften bei 36 Wettkämpfen um die begehrten Siegerpreise – den Original Dresdner Christstollen der Bäckerei Krause. Über 350 Stück orderte der DSC dafür in der Backstube – und alle fanden ihre Abnehmer.

Besonders fleißig beim „Stollensammeln“ war Tamino Hensel (Aqua Berlin), der bei neun Starts acht Mal siegte und damit ebenso viele Stollen mit nach Hause nehmen darf.

Große Freude herrschte bei Stützpunkttrainer Dennis Drinkuth. Seine 11-jährigen Schützlinge Henrijette Kobus und Mika-Fredrik Martin (beide DSC 1898), die in diesem Jahr beide auch Deutsche Mehrkampfmeister wurden, knackten drei bzw. vier Hallenrekorde. Besonders Henrijettes Hallenrekord über 200m Rücken lässt aufhorchen. Sie unterbot den nunmehr alten Rekord von Christin Zenner um immerhin 5 Sekunden. Zenner schwamm später bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking die Rückendistanzen. Henrijette und Mika führen mittlerweile über mehrere Strecken die deutsche Jahresbestenliste an.

Etwas schwer hatte es das derzeit größte Dresdner Schwimmtalent Leni von Bonin. Die 16-jährige DSC-Athletin ist mittlerweile in der erweiterten deutschen Spitze angekommen, holte sich vor fünf Wochen mit Bronze über 400m Lagen ihre erste DM-Medaille bei den „Großen“. Beim Heim-Schwimmfest fehlte leider etwas Konkurrenz, denn der Deutsche Schwimm-Verband hatte erstmals am gleichen Wochenende die Liga-Runden der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft angesetzt. Damit waren viele Spitzenathleten und Vereine bei der 1. oder 2. Bundesliga gefordert. Das hinderte Leni dennoch nicht daran, in Dresden Spitzenleistungen abzuliefern. Trainer Ben Günther schickte sie an den drei Wettkampftagen gleich sieben Mal ins Rennen, um an der Wettkampfhärte zu feilen. Mit drei ihrer Ergebnisse (400m Lagen, 200m Lagen, 200m Freistil) schaffte sie die sportlich wertvollsten, also punktstärksten Leistungen. Insgesamt gewann sie sieben Christstollen – mehr als jede andere weibliche Starterin. Die viertbeste Leistung der Damen an diesem Wochenende ging auf das Konto der gleichaltrigen Mattea Schubert (ebenfalls DSC 1898), die dies über 50m Freistil schaffte und insgesamt fünf Mal Gold holte.

Zu Beginn der Veranstaltung ehrte der Dresdner SC 1898 seine sieben Bundeskader. Mit Leni von Bonin und Arian Wüstenhagen wurden zwei Aktive in die zweithöchste Kaderklasse (Perspektivkader) des DSV berufen. Die Ehrung überreichte mit Rica Reinisch eine dreifache Olympiasiegerin, die ihre Schwimmbahnen ebenfalls in Dresden zog. Reinisch holte 1980 in Moskau Goldmedaillen über 100m und 200m Rücken sowie mit der 4x100m-Lagenstaffel – alles jeweils in Weltrekordzeit.

Weitere Auswertelisten gibt es unter https://live.swimrankings.net/40831/

Bild: Pauline Klunker (DSC)

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